Resume

Academies Tournament 2016, Regensburg

DBA Junior Academies Tournament & Showcase

Nach 3 Tagen Top Junioren Baseball in Regensburg lässt sich Folgendes berichten: Alle 3 Mannschaften beenden das Turnier mit einem 2-2 Record, jeder hat jeden einmal geschlagen und einmal verloren. Da so gut wie alle Spieler über Jahre bei der DBA ausgebildet und in DBA Auswahlmannschaften um die Welt geflogen sind, kenne ich natürlich alle sehr gut und was auffällt und klar zu konstatieren ist, ist dass die Internatsspieler aus Regensburg und Paderborn einfach mittlerweile – ein bis zwei Jahre später – konditionell und physisch fitter und athletischer sind als ihre Kollegen. Konnten die DBA All Stars noch ihre ersten beiden Spiele recht souverän gewinnen, agierten sie in den Rückspielen sowohl gegen Paderborn wie auch gegen Regensburg ab dem 6. Inning nicht mehr „eye to eye“. Bis zum 6. Inning waren auch diese Spiele ausgeglichen. Es half natürlich auch nicht, dass in der Nacht von Samstag auf Sonntag vor und in dem Hotel eine „Zigeunerparty“ gefeiert wurde, sodass an eine erfrischende Nachtruhe nicht zu denken war. Aber sei es drum, die Jungs sind 15-18 Jahre alt, das kann nicht als Entschuldigung dienen. Die Internate machen ihre Spieler stärker und das konnte man klar sehen. Das Turnier hat seinen Zweck wieder voll erfüllt, es wurde hart gespielt, das Ganze in einer freundschaftlichen aber doch kompetitiven Atmosphäre. Gerade die DBA All Stars mussten anerkennen, dass sie einfach härter trainieren müssen, um den Strapazen von vier 9 Innings Spielen in 3 Tagen gegen starke Gegner gewachsen zu sein, dass die im „mental game of Baseball“ so entscheidende Konzentration bzw. der Fokus eine gute Kondition voraussetzt, dass Talent und Spielfreude nicht alles aufwiegt.

Die Felder waren top präperiert, die Regensburger Internatsspieler konnten beweisen, dass sie auch gelernt haben, sich um „ihr Büro“ zu kümmern. Danke also an die Gastgeber Legionäre, Schiedsrichter, den DBV (Sportdirektor Dirk Fries war auch überall zu finden) und alle, die geholfen haben, unseren deutschen U18 Spielern und auch vielen U15 National-Spielern die Möglichkeit zu geben, noch mal vor der EM auf hohem Niveau Spielpraxis zu sammeln.

Hier gibts alle Ergebnisse und ein paar Fotos…

Grüße aus Trebic, wo die U12 Juveniles/Schüler heute noch einmal trainiert haben, bevor am Abend um 17:30 Uhr das erste Spiel gegen die in dieser Altersklasse zu den Favoriten zählenden Russen auf dem Programm steht.

3 Responses

  1. Karsten Sondersorg

    Ein offenes und ehrliches, ja selbstkritisches Statement. Alle Achtung! Und ein Prädikat für die Arbeit und Notwendigkeit der Internate.
    War auf jeden Fall toll anzuschauen, besonders der Krimi Us gegen Legionäre am SA nachmittag!

  2. Jo Penzkofer

    Die Herausforderung besteht viel mehr darin, innerhalb der jeweiligen Jahrgänge den Ballplayern Nr. 31-… (wenn ich der Einfachheit halber mal 15 Spieler pro Internat rechne) möglichst Zugang zu guten Bedingungen, Trainingsplänen, -Möglichkeiten und Spielen und und und .. und vor allem die besten Coaches zu geben. Sei es über Stützpunkte etc.

    30 gute deutsche Spieler pro 2-3 Jahrgängen an zwei Standorten konzentriert sind zu wenig, um das Niveau von Baseball-Deutschland weiter zu steigern und vor allem Wissen und Lehre in die Lande zu tragen.

    Irgendwann enden wir sonst wie Eishockey in der guten alten DDR, in der Dynamo Weisswasser und Dynamo Berlin 20 mal im Jahr gegeneinander gespielt haben und wer öfter gewonnen hat, war Meister der DDR…. kein Scherz!

    Deswegen finde ich die Maßnahmen wie Camps etc. von DBA, Stützpunkttraining Haar, etc. (kein Anspruch auf Vollständigkeit) neben den Internaten so extrem wichtig! Und es sollte noch viel mehr und häufiger davon geben! Vielleicht schaffen wir es über die Zeit, dass darüber hinaus weitere Internate oder andere Konzepte zur professionellen Begleitung und Vorbereitung unserer Talente entstehen.

    Im übertragenen Sinne hat es Island vorgemacht… ein Land mit 20.000 Fussballspielern. Über das Land verteilt Hallen mit Kunstrasen gebaut, damit die wenigen Spieler ganzjährig trainieren können, Jugendmannschaften werden von Coaches betreut die FIfa-A oder B-Lizenz haben, usw. … Bevor ich mir jetzt einen Shitstorm einfange: Ja ich kenne die Situation vor Ort, ich weiss, wie schwer es ist und kenne des ehrenamtliche Engagement vieler Coaches und Eltern… Aber wir müssen träumen dürfen, Visionen haben und Ziele!

    1. Karsten Sondersorg

      Wohl wahr.
      Wichtig wäre ja schon mal in diesem Zuge, dass möglichst viele Nachwuchs-Coaches aus aller Herren (Bundes)Länder bzw. Vereine das Angebot der DBA nutzen, bei den Sommer Camps dabei zu sein um ihr Know-How zu erweitern – for FREE!!! Das wird ja auf die Art direkt in die Vereine getragen!
      Eigentlich müssten die Nachwuchs-Coaches ja schon Schlange stehen … Wahrscheinlich hat sich’s noch nicht genügend rumgesprochen. Ich habe gehört, es sind auch für dieses Jahr (Aug. – Sept.) noch Plätze frei. Wer zuerst kommt …

Hinterlasse einen Kommentar