Boca Chica

2017

Boca Chica 2017 – Licht und Schatten

 

Zwei Niederlagen und ein Sieg 

Nach etlichen Spielen auf schwierigem Geläuf waren wir alle froh, endlich mal wieder auf einem richtigen Feld zu stehen. Die Arizona Diamondbacks erlaubten uns, unser nächstes Spiel auf ihrem Complex austragen zu dürfen. Wunderschön gepflegte Anlagen zeichnen diesen Teil des Umfelds in Boca Chica aus. Die sogenannte Baseball City beherbergt alle möglichen MLB Organisationen, die dort alle ihre Prospects leben, essen, schlafen und trainieren lassen. Beeindruckende Baseball Atmosphäre mitten in der Pampa, Baseball Factory sozusagen.

Starting Pitcher Simon Bäumer war herausragend. Die Dominikaner hatten null Chance gegen seine Location der verschiedenen Pitches, besonders der Changeup war an diesem Tag überragend. Die Mannschaft war hungrig und heiss auf den ersten Sieg und das merkte man. Alle waren voller Energie und im „Jägermodus“. Mehrere Doubles, Triples und harte Schüsse ballerten wir den Dominikanern um die Ohren. Auch in der Defense stand alles perfekt und das, obwohl unser Starting Shortstop Merlin Bendlin leider verletzt aussetzen musste. Der Schildwall hielt und selbst out of Position spielten wir groß auf. An diesem Tag passte es einfach. Die Synergie war deutlich spürbar und alle waren „green“. Dementsprechend war auch die Stimmung und die Freude groß nach einem tollen Spiel. Luca Rammelmann, Paul Wittmann und Simon Bäumer konnten am Schlag sehr überzeugen. Aber alle hatten ihren Anteil, ihr Play oder ihren Hit an diesem Tag und am Ende stand der erste Shutout (13:0) in der langjährigen Geschichte der DBA in Boca Chica. Doch wie heisst es so schön: „The memory is short and the bounceback is quick!“, denn gleich am nächsten Tag stand ein schwieriger Doubleheader auf dem Programm.

Donnerstag morgen fand nicht wie gewohnt das Strandtraining statt, sondern es ging gleich mit einem Spiel in den Tag. Die Liga Meija wartete auf uns. Bisher konnten wir gegen die Jungs noch kein Spiel gewinnen und so sollte es auch bleiben. Eigentlich begannen wir gut, konnten in jedem der ersten drei Innings punkten, lagen 6:3 in Front. Luca Kloppenburg machte seine Sache ordentlich gegen aggressive Dominikaner. Doch dann der Einbruch. Plötzlich klappte nichts mehr. Mentale Fehler und fehlende positive Körpersprache sorgten für sechs Gegenruns im 4. Inning und weitere fünf Runs im 5. Inning. Die Coaches waren wieder einmal geschockt, wie schnell unsere Jungs manchmal den Fokus und den Glauben verlieren, wenn es mal nicht so läuft. Genau diese schlechte Angewohnheit muss raus aus dem System, raus den Köpfen und vor allem raus aus den Herzen der Kids. Kämpfen, egal ob es gut oder schlecht läuft, das sollte das Credo sein – BULLDOGS. Offensiv waren Tristan Russell und Simon Bäumer am auffälligsten. Kloppenburg, Helmig Lou und Yannick Witt waren die Pitcher. 9:14 am Ende, ein ernüchterndes Ergebnis. Gleich ein paar Stunden später aber hatten wir die Chance, es wieder gut zu machen. Es sei vorweg genommen, es klappte leider nicht.

Gegen die Brunson Highschool, alles Kids im Alter zwischen 16 und 18, war leider wenig zu holen. Wir waren platt, ausgelaugt und mental nicht ready. Die Niederlage im Spiel zuvor hat uns zuviel Kraft gekostet. Jetzt kommt langsam die Zeit, in der die Wehwehchen, der Arm, die Beine und der Kopf sich melden und es heisst zu beissen. Marius Wolf erwischte keinen guten Tag. Auch seine Körpersprache war nicht die, die man gegen so einen Gegner braucht. Im zweiten Inning bekamen wir dann 12!!! Runs eingeschenkt und der Käse war gegessen. Die Luft war raus und alle endgültig auf den Brettern. Julius Reuße bekam genauso eingeschenkt, wie auch Starter Wolf. Christoph Ehrich hielt den Schaden dann noch relativ in Grenzen, so dass wir noch mit 1:14 davon gekommen sind. Natürlich waren die Jungs älter und stärker. Aber waren sie wirklich besser? Wir sagen: NEIN!

Wenn wir unser Potential ähnlich wie am Vortag hätten abrufen können, den ungestillten Hunger zeigen und leben, dann hätten wir auch die Amis schlagen können und das ist kein Gebabbel. Die Jungs müssen lernen, sich von nichts und niemandem einschüchtern zu lassen. Wie groß man ist spielt keine Rolle, vielmehr wie groß man spielt und das können wir. Genau deshalb sind wir hier. Um gegen solche Gegner die wichtigen Lektionen zu lernen.

Am Karfreitag ist der erste Day Off. Alle sind sicher froh mal, ein wenig Ruhe für den Körper und den Geist zu bekommen. Wir haben bisher hart trainiert und viele Einheiten hinter uns. Die Jungs ziehen mit und man sieht die Entwicklung bei vielen, noch nicht bei allen. Morgen heisst es aber erstmal auf dem Katamaran zur Isla Saona, essen, chillen und mit dem Speedboat zurück. Verdient haben es sich die Jungs und auch die Coaches allemal.

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