WM

U12

Zweite Spiel und zweite Niederlage bei U12 WM

1:11 gegen Panama

Im zweiten Gruppenspiel traf die deutsche Nationalmannschaft auf Panama. Schon früh ging es aus den Federn, 6:30 Uhr Frühstück und Abfahrt zum Stadion. Starter auf Seiten der U12 war Reilly Sullivan. Als Gastteam konnten wir gleich im ersten Inning den ersten Run erzielen. Nach einem Basehit von Philipp Kleehaupt überquerte Jeremy Trzeciak die Platte zur 1:0 Führung. Auch dieses Mal hatten die Gegner einen Flammenwerfer auf dem Hügel. Alles Pitching, was unsere Jungs so noch nie gesehen haben. Reilly machte seine Sache gut und ließ im ersten Spielabschnitt keinen Run der Gegner zu. Im zweiten Spielabschnitt passierte es dann doch. Trotz sehr guter Leistung auf dem Hügel, musste Sullivan 8 Runs entgegennehmen. Die Defense stand an diesem Tag einfach nicht. Die Jungs waren seltsam gehemmt und nicht „green“ attackierten die Bälle nicht und haben nach links und rechts geschaut, ob doch bitte jemand anderes das Play für sie macht. Diese schlechten Angewohnheiten gilt es abzulegen. Wenn man auch nur annähernd mithalten möchte, müssen die Routine Plays in Aus verwandelt werden, sonst geht man unter. So auch an diesem Tag. Neven Brand und Lasse Nixdorf hatten ebenfalls ihre Outings auf dem Hügel und machten ihre Sache mehr als ordentlich. Offensiv ist das ganze einfach eine Nummer zu hoch für die Jungs, noch. Wir sind besser als wir uns heute verkauft haben, viel besser. Keiner kann erwarten, dass wir 10 oder 15 Runs gegen solch dominantes Pitching auf das Scoreboard bringen. Doch wir erwarten auf jeden Fall, dass die mentale Einstellung stimmt, der „do“ Modus angeworfen und mit Herz gespielt wird. Wenn die Jungs es schaffen im Laufe des Turniers diese mentale Barriere zu durchbrechen, werden wir auch Spiele gewinnen. Wir müssen im Kopf zum „Jäger“ werden und das Stigma des „Gejagten“ ablegen. Die Jungs brauchen sich vor keinem verstecken, vor niemandem Angst haben. Wir haben toughe Krieger an Bord. Es macht Coaches stolz, wenn Jasper Duenbostell einen 75 Mph Fastball an den Rücken geballert bekommt und stehen bleibt wie ein Fels in der Brandung, obwohl er mit Sicherheit gerne losgeheult hätte. Oder Aiden Kennedy, der vor dem Spiel einen Ball ans Auge bekommt, es nimmt wie ein Großer und ohne zu mosern einfach spielt. Das sind Dinge, die die Jungs prägen, sie stärken sowohl auf dem Baseballfeld als auch für den Rest Ihres Lebens. Deshalb sind wir hier und deshalb ist es so „geil“. Alle sollten sich von solchen Aktionen inspirieren und anstecken lassen. Die „Dirtback“ Mentalität ist genau das, was uns in Zukunft stark machen wird. Wir stehen am Anfang.

Morgen geht es gegen Australien. Ob das Spiel stattfindet steht noch in den Sternen, da die Wettervorhersage einen Taifun vorhergesagt hat, der wohl mit seinem Zentrum genau über Taiwan jagen wird. Wir warten ab. Offizieller Spielbeginn ist morgen 10 Uhr Ortszeit. Geplant sind Kilian Redle und Anthony Hoppe, die den ersten Sieg einer deutschen U12 bei einer WM klarmachen sollen.

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