WM

U12

Auch gegen Australien war nichts zu holen

1:9 gegen Down Under

Im dritten Vorrundenspiel gegen Australien hofften alle auf den Durchbruch und ein Spiel auf Augenhöhe. Schon beim Batting Practice war klar, dass die Australier uns ebenfalls athletisch und körperlich überlegen waren. Dennoch war die Vorfreude groß und die Hoffnung da, dass die Jungs über sich hinauswachsen. Es kam dann leider anders. Kilian Redle war der Starting Pitcher. Kili machte einen guten Job, musste aber gleich im ersten Inning den ersten Run abgeben. Im dritten Inning stand es 3:0 für die Jungs aus Down Under, ein offenes Spiel. Leider schafften wir es in keiner Phase des Spiels gegen den Pitcher des Gegners irgendwie gefährlich zu werden. Viel zu harmlos an der Platte, wie auch schon in den vergangenen Tagen. Oftmals agieren unsere Spieler zu zaghaft am Schlag, und lassen viele gute Würfe der Gegner kampflos passieren anstatt mit stolzer Brust anzugreifen. If you don t swing, you will always miss.

Alles ist Kampf, Ringen. Nur der verdient die Liebe und das Leben, der täglich sie erobern muss.

— Goethe

In den Gesichtern ist die Angst zu versagen deutlich zu sehen, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Der Spaß an der Sache fehlt, die Bühne erscheint zu gross für unsere unerfahrenen Spieler.

Die Tage zuvor haben wir dominantes Pitching gesehen, keine Frage, und es war schwer Runs zu erzielen. Heute war es zwar ein guter, aber bisweilen schlagbarer Gegner, gegen den wir in dieser Höhe nicht hätten verlieren müssen. Einige Spieler erfahren erstmals in ihrer jungen Karriere, wie schmerzlich es ist keine Entscheidung zu treffen. Von den Coaches gibt es Applaus, ohne jeglichen Sarkasmus, wenn sich ein Spieler ein Herz nimmt, entscheidet, mit voller Kraft schwingt und verfehlt. Wir ermutigen zu diesem Verhalten, heute erfolgreich umgesetzt von Jeremy Ruiz Fernandez. Nur so werden wir besser, nur so lernen wir.

Wenn die Zuschauer im letzten Inning unseren einzigen Run frenetisch feiern mag das zwar nett klingen und sportlich sein, einem wahren Warrior sticht man aber so in sein stolzes Herz und das tut weh.

Wir als DBA und Deutsche Nationalmannschaft wollen auf kein Event in dieser Welt reisen um als Sparringspartner und Prügelknaben herzuhalten, genau das muss in die Köpfe. Die „Dabeisein ist Alles“ Mentalität bringt einen im Leben leider nicht sehr weit, gerade in der modernen Gesellschaft. Spaß hat man eben nur wenn man mit Stolz und breiter Brust zu 100 Prozent in die Schlacht zieht, alles gibt und bereit ist in jeder Sekunde das Play of the week zu machen, egal wie es steht. Das ist auch kein martialisches Gerede sondern das worauf es ankommt und je früher es jedem klargemacht wird, desto besser. Doch wie schon vorher gesagt, wir stehen am Anfang und haben eine Menge Arbeit vor uns, den Jungs auf Ihrem Baseball- und Lebensweg die richtigen „Tools“ an die Hand zu geben.

Morgen geht es gegen die bisher übermächtigen USA.

Hier ein paar Fotos:

Danke an Cole Sullivan.

 

 

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