WM

U12

2:9 gegen Brasilien und 4:16 gegen Südafrika

Puh, was soll man sagen? Als Trainer und Author dieser Berichte fällt es mir jeden Tag schwer, die richtigen Worte zu finden…aber heute besonders. Beide Spiele gegen machbare Gegner vergeigt, muss man ehrlicherweise an dieser Stelle sagen. Was sind die Gründe? Warum haben wir es gerade in diesen Spielen nicht geschafft auch nur annähernd wettbewerbsfähig zu sein? Ich spare mir jegliches Play by Play Gerede, da es hier eh nur Makulatur ist.

Unterm Strich haben wir enttäuscht und unsere Farben in beiden Spielen nicht würdig vertreten. Ich spreche nicht davon verloren zu haben. Es ist die Art und Weise wie. Plötzlich sehen wir uns als Coaches damit konfrontiert, den Jungs Regeln beizubringen. Seit Monaten einstudierte Spielzüge werden einfach nicht mehr umgesetzt, Signs zu fast 100 Prozent verpasst, selbst wenn man sie den Jungs zuruft!! Die Outfielder halten die Bälle, weil der Cutoff Man nicht da steht, wo er hin soll, Bases werden bei Steals einfach nicht gecovered und und und.

Das war nur ein Bruchteil dessen, was in den letzten beiden Tagen passierte. Die Jungs scheinen dermaßen überfordert, dass es uns fast leid tut, sie dort so zu sehen. Am Schlag haben wir gegen bestenfalls durchschnittliches Pitching kaum einen Ball hart gehauen, geschweige denn aus dem Infield gekriegt…bis auf ein zwei Ausnahmen. Das alles führte dazu, dass die Körpersprache und alles vorher Erarbeitete einfach wie ausgelöscht erschien. Die Angst zu Versagen stand im Vordergrund.

Gegen die Südafrikaner, die uns vom Talent her unterlegen sind, haben wir einen richtigen „Bummer“ kassiert. Gegen gleichwertige Brasilianer ebenso, das Spiel einfach verschenkt. Die Müdigkeit nach EM und jetzt einer langen WM ist spürbar, das Wetter zermürbend, aber das müssen alle anderen auch bewältigen. Keiner war im „Do“ Modus, sondern schüchtern abwartend in der Abwehrhaltung.

Der Stachel sitzt tief

Alles in Allem ist das bisherige Turnier ein wahrer Realitycheck, wie es um Deutschlands U12 Bereich bestellt ist und wo wir im internationalen Vergleich stehen. In beiden Spielen gab es wirklich nichts, was man jetzt hätte Gutreden können, deshalb fällt das Schreiben dieses Berichts umso schwerer. Das Ganze muss erst verdaut werden.

Morgen geht es gegen Tschechien. Wir stehen jetzt schon als letzter dieses Turniers fest.

It is what it is!!!

 

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