7 - 11 gegen Holland A

close but no cigar

U 14 wird Vizemeister beim PONY Qualifier in Prag

Nach vier vollen und sonnigen Baseballtagen in Prag kamen alle Spieler wieder sicher zu Hause an. Das 7 – 11 im Finale gegen durchaus schlagbare Holländer trübte ein wenig das Gesamtbild, aber insgesamt war es ein schöner und erfolgreicher Trip.

Der erste Gegner aus Litauen hatte keine Chance und wurde nach einem offensiven Feuerwerk mit 34 -0 besiegt, aber  der zweite Gegner am Donnerstag, die österreichische Nationalmannschaft, zeigte erbitterte Gegenwehr und die DBA Jungs mussten sich schon anstrengen, um am Ende die Nase mit 10 – 3 vorne zu haben, nachdem Österreich die 1 – 0 Führung ausgeglichen und dann selbst im 2. Inning mit 2 – 1 in Führung gegangen war. Eine Vielzahl von Hits von Yannic Walther (Doubles), Paul Schmitz und Mo Van Bergen (Double) und weitere Hits von Joshua Harrison, Tim Fischer (Double), Simon Weinsteiger dazwischen stellten dann aber doch klar, wer an diesem Tag besser war. Am Freitag auf dem Gelände von Sabat Troja hatte  zunächst die aus vielen Japanern bestehende Mannschaft der London Mets (20 – 0) und dann Israel (31 – 0) keine Chance. Das Turnier wurde mit einer strengen Pitchcount Regelung gespielt, aber wir hatten die Pitcher Paul Schmitz, Maxi Krause, Noah Lindt, Kilian Redle, Jeremy Schilke so eingesetzt, dass alle weiterhin einsetzbar waren. Gegen Israel pitchte Mo Van Bergen durch, dominierte nach Belieben und war auch im bisherigen Turnierverlauf neben dem überragenden Yannic Walther bester deutscher Hitter. Da am Sonntag seine Konfirmation stattfand, musste er nach dem Israel Spiel abreisen und stand somit weder als Nummer 4 Batter, noch als Firstbaseman oder Pitcher zur Verfügung. Unser Nummer 5 Hitter und Pitching Ass Paul Schmitz schaffte es, sich  beim Pregame Training für das Israel Spiel so an der Hand zu verletzen, dass er im weiteren Turnierverlauf nicht mehr spielen konnte. Am Samstag im Viertelfinale pitchte der etatmäßige Catcher Yannic Walther auf Kilian Redle und beide machten ihre Sache sehr gut. Der Gegner Moskau hatte nicht den Hauch einer Chance (16 – 0). Eine Reihe von guten, harten Hits mit Homeruns  von Yannic Walther und Max Danzer waren die Highlights.

Da das doch starke Österreich im anderen Viertelfinale nach einer starken Leistung Tschechien mit 8 – 5 schlagen konnte, ging es im Halbfinale wieder gegen unseren Nachbarn im Süden. Zwei komplette Innings lang stand es 0 – 0 und sowohl der Österreicher auf dem Mound wie auch DBA Starter Noah Lindt ließen nicht viel zu. Im dritten Inning gingen die Roten am Schlag gegen einen hart und variantenreich werfenden Noah Lindt trotzdem aggresiv zu Werke  und auch mit 1 – 0 in Führung. In der unteren Hälfte des dritten Inning jedoch konnte der pfeilschnelle 2nd Baseman Simon Weinsteiger einen kleinen Bubbler des gegnerischen Shortstops ausnutzen, erreichte das erste Base und dann folgte ein 390 Fuß Homerun von Yannic Walther, sein bis dato Vierter im Turnierverlauf. Die Österreicher waren ein wenig geschockt und im vierten Inning lief dann die DBA Offensiv Maschine richtig heiß und auch Tim Fischer (dritter HR im Turnier), Max Danzer und Yannic Walther gelangen weitere „Bomben“. Mehrere Hits von Kalle Michel, Jeremy Schilke, Noah Lindt und der  Walk Off Single von Tim-Luca Lindemann zum 10-Run- Mercy-Rule Sieg (11 – 1) rundeten das Bild ab.

Am Samstag warteten also die Holländer, die allerdings nach den bisher gezeigten Leistungen, dem Auftreten und der Einstellung auf jeden Fall schlagbar schienen. Waren sie auch, obwohl wie beschrieben der für das Finale eigentlich vorgesehene Pitcher Paul Schmitz verletzungsbedingt (übrigens auch am Schlag) genauso wie der normalerweise an „Vier“ schlagende und am ersten Base agierende Mo Van Bergen fehlte. Aber der Schildwall besteht ja aus vielen Spielern und so bekam Kilian Redle den Ball. Als Gast zunächst am Schlag gingen wir dann auch direkt 2 – 0 in Führung (Walk Kalle Michel, Bunt Single Simon Weinsteiger, RBI Single Yannic Walther, SAC Fly Jeremy Schilke) doch die Holländer kamen gleich zurück. Ein eigentlich spielbarer Ball wurde zunächst von 3rd Baseman Joshua Harrison abgefäscht und dann von Shortstop Nik Rossius weggeworfen. Kilian konnte den nächsten Batter ausstriken doch dann ereilte uns der nächste Error, diesmal von 2nd Baseman Simon Weinsteiger. Es folgten Walk und Double bevor Shortstop Nik Rossius mit zwei jeweils super Plays das Inning beenden konnte. Am Schlag war lange Zeit auf deutscher Seite so gut wie nichts los und das gegen einen nicht besonders furchterregend werfenden holländischen Pitcher. Ein Hit von Tim Luca Lindemann im zweiten Inning und Singles von Jeremy Schilke, Kilian Redle und wieder Tim Luca Lindemann im 4. Inning waren die einzigen offensiven Lichtblicke bis dato, Runs konnten allerdings keine erlaufen werden. Im dritten Inning schlug auf deutscher Seite leider wieder der Error-Teufel zu (Nik Rossius) und Kilian wurde jetzt auch wieder härter getackelt–5 Runs. Im vierten Inning dann keine Runs auf beiden Seiten, der neu ins Spiel gekommene junge Berliner Rookie Maximilian Krause konnte trotz Lead Off Walk die Null halten (Zwei K´s und ein Comebacker zu ihm selbst). Langsam wurde die Nervosität abgelegt, die Körpersprache so wie es sich gehört und nach einem Lead Off Double von Simon Weinsteiger verkürzte Yannic Walther mit seinem RBI Single auf 2 – 8 und dann nach einem FC und einem Wild Pitch auf 3 – 8. Den Holländern gelang im 5. Inning außer einem Solo Homerun gegen Maxi Krause nichts Zählbares und die DBA All Stars zeigten jetzt „Anima“ und Siegeswillen: Singles von Noah Lindt,  Kalle Michel und Simon Weinsteiger (RBI), der allerdings beim Versuch bis aufs zweite Base zu gelangen ausgemacht wird und dann war es einmal mehr Yannic Walther der mit seinem 6. Homerun des Turniers und RBIs 33 und 34 auf 7 – 9 verkürzte. Wir hatten wieder ein Ballgame, die Fans und Spieler gaben lautstark Gas, die Sonne brutzelte, great Baseball. Leider gelang den Holländern in der unteren Hälfte des 6. Inning ihrerseits ein Homerun und nach Walk und Single ein weiterer Run. Der junge Jeremy Schilke, der in jedem seiner Einsätze auf jeder Position und am Schlag gefallen konnte, sorgte als Pitcher ins Spiel gekommen für das letzte AUS, doch im 7. Inning sprang dann nichts mehr raus. Ein langer Ball des eingechselten Jakob Boldt konnte am Zaun gefangen werden.

Am Ende wurde dann Yannic Walther, der eigentlich auch Batting Champion war zurecht als MVP ausgezeichnet, sodass zumindest ein individueller Titte an die DBA ging. Die Coaches gewannen wieder neue, wichtige Eindrücke hinsichtlich der Belastbarkeit und des Spiel- und Mentalversändnisses der einzelnen Spieler auch schon in Richtung 2019 aber natürlich für die anstehenden Länderspiel – bzw Turnier und Trainings – Reisen nach Italien, Houston und Panama. Ein Dank auch an die vielen Eltern, die den Weg nach Prag gefunden hatten und ihre Jungs und die gesamte Mannschaft unterstützt haben. Der Mannschaftszusammenhalt ist sehr gut, es war alles in allem eine gelungene und erfolgreiche Maßnahme auch wenn wir leider im Finale geschwächelt haben, fünf offizielle und noch der ein oder andere mentale Error waren dann doch zu viel.

(Wir hätten aber wegen der WM sowieso nicht an der PONY World Series teilnehmen können)

Das Niveau insgesamt ist durch die Teilnahme von Holländern, Franzosen und Spaniern doch gestiegen und noch nie hat eine deutsche Mannschaft soviele Homeruns geschlagen. Mit Paul Schmitz, Mo Van Bergen, Yannic Walther, Tim Fischer, Simon Weinsteiger, Max Danzer und Joshua Harriosn können sich sieben Spieler „Jonroneros“ nennen.

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